Über 50 Jahre KAATSU Geschichte

1966 bemerkte der 18-jährige Yoshiaki Sato während einer buddhistischen Meditation, dass seine Beine in der traditionellen japanischen Position eingeschlafen waren. Um dem Unbehagen entgegenzuwirken begann er seine Waden zu massieren. Er erkannte, dass seine Blutzirkulation in den Waden blockiert war, weil er die ganze Zeit darauf gesessen war. Dies war Sato's „Aha-Erlebnis“ und der Moment in dem die Idee zum originalen Blutzirkulationstraining (Blood Flow Moderation Training) geboren wurde.

 

Jahre des Experimentierens

In den folgenden 7 Jahren experimentierte der junge Mann aus Tokio fleißig in zahllosen Selbstversuchen mit Fahrradschläuchen, Bändern, Seilen und unterschiedlichen Abbindedrücken an verschiedenen Körperpartien. Systematisch protokollierte er seine Erfahrungen und lernte welche Art von Bändern bei welchem Abbindedruck funktionierten und welche nicht. Mit den Jahren der pragmatischen Versuch-und-Irrtum-Methode, entwickelte Sato effektive Trainingsprotokolle zur sicheren Blutflussveränderung. Seine Feldforschung am eigenen Körper führte zu genauen Kenntnissen über die optimalen Längen, Durchmesser, Platzierung und Abbindestärken der Bänder.

 

Der Moment der Bewährung

1973, im Alter von 25 Jahren, entwickelte Sato die Details des heutigen KAATSU. Bei einem Skiunfall brach er sich das Sprunggelenk und verletzte dabei auch seinen Bandapparat im Kniegelenk. Nach der Diagnose gaben die Ärzte Sato einen Heilungszeitraum von 6 Monaten vor.

Trotz Gipsverbands rehabilitierte sich Sato mit den KAATSU Bands um seinen Oberschenkel selbst. Mit wiederholten Druckintervallen von 30 Sekunden und wenigen Sekunden Pause führte er drei mal pro Tag isometrische Übungen aus. Die Ergebnisse seines Programms schockierten seinen Arzt, denn seine Muskeln atrophierten nicht und seine vollkommene Genesung dauerte lediglich 6 Wochen!

 

Jahre der Bestätigung

Die Nachricht von seiner spektakulären Genesung sprach sich im näheren Umfeld schnell herum. Die Nachfrage nach seiner neuen Trainingsmethode stieg schnell an und Sato eröffnete in Tokio sein Trainingszentrum „Sato Sportsplaza“, wo er KAATSU Training während des folgenden Jahrzehnts mit ortsansässigen und vornehmlich älteren Menschen betrieb. So lernte Sato von 1973 bis 1982 mit tausenden von KAATSU-Klienten, was am besten für verschiedene Altersgruppen und Beschwerden funktionierte.

 

Patentierung

Mit der Kommerzialisierung der ersten KAATSU Training Bänder 1994, meldete Sato seine ersten Patente in Japan, USA  und Europa an. Mit steigendem Ansehen, arbeitete Sato vermehrt mit professionellen Golfern und Olympia-Teilnehmern.

 

Einführung des KAATSU Intruktor Zertifizierungsprogramms

1997 führte Sato sein Ausbildungsprogramm zum KAATSU Instruktor in Japan ein. Hier vermittelte er seine über Jahrzehnte definierten Trainingsprotokolle an Trainer, Physiotherapeuten und Mediziner. Über 4.000 KAATSU Instruktoren wurden bislang in Japan ausgebildet. Diese Instruktoren leiten jährlich Millionen KAATSU-Sitzungen sicher und ohne Komplikationen an.

 

Mit Bekanntwerden einiger Projekte in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum in Tokio stieg die Medienaufmerksamkeit und öffentliche Akzeptanz von KAATSU Training. Sato begann am Universitätsklinikum Kurse für ischämische Kreislaufphysiologie zu geben und in der Entwicklungsforschung des japanischen Zentrums für bemannte Raumfahrt mitzuarbeiten.

KAATSU Forschung

In den 1990ern startete Sato eine Forschungskooperation mit Professor Naokata Ishii von der Universität Tokio, um die Nutzen von KAATSU näher zu erforschen und die Ergebnisse zu publizieren.

 

Vorstellung des KAATSU Master

Die zweite Generation KAATSU Ausrüstung wurde 2004 mit der Vorstellung des original KAATSU Master und den KAATSU Air Bands vollzogen. Mit dem KAATSU Master konnte zum ersten mal ein genaues Monitoring des Druckes auf die Arme und Beine vollzogen werden. Der Verkaufserfolg stieg an, als vermehrt Profi-Sportler und Prominente anfingen mit KAATSU zu trainieren. Die Anzahl der veröffentlichten Untersuchungen in wissenschaftlichen Journals stieg an.

 

Vorstellung des KAATSU Mini

2006 stellte Sato das Design eines kleineren, transportablen und programmierbaren KAATSU Gerätes fertig, den KAATSU Master Mini. Sato entwickelte noch andere KAATSU Anwendungsfelder, die KAATSU für Schnelligkeit, Ausdauer, Stressbekämpfung und Schönheits-Salons. Darunter sogar einen KAATSU Stuhl.

 

KAATSU Internationalisierung

2009 unterzeichnete Sato einen Kooperationsvertrag mit der chinesischen Jilin Universität und dem dortigen sportwissenschaftlichen Forschungsinstitut.

2014 wurde KAATSU Global im kalifornischen Huntington Beach gegründet und ein KAATSU Forschungszentrum an der Bostoner Harvard Medical School ins Leben gerufen. Zugleich startete die Ausweitung in die Märkte Europa, Russland, China, Korea und Indonesien.

2015 unterzeichneten Robert Heiduk und Marek Joschko einen exklusiven Vertrag für die Vermarktungsrechte von KAATSU in Deutschland, Österreich und der Schweiz und gründeten die erste KAATSU Zertifizierungs- und Vertriebseinrichtung im deutschsprachigen Raum.

 

Aktuelle KAATSU Produkte

2014 stellte Sato auf dem zehnten internationalen KAATSU-Symposium in Tokio den neuen KAATSU Master und den KAATSU Nano mit Touch Screen Bedienung und Trainingsdaten-Speicher vor. Darüber hinaus wurden die KAATSU Aqua Bands und das KAATSU Zertifizierungsprogramm in englischer Sprache vorgestellt.

Die Aqua Bands gehen auf eine Zusammenarbeit mit kalifornischen Schwimmern und Wasser-Polo-Spielern zurück. KAATSU Aqua wurde offiziell 2014 bei der FINA World Aquatics Convention in Qatar vorgestellt.

 

KAATSU Zukunft

Zukünftige KAATSU Anwendungen werden im medizinischen Sektor, dem Leistungssport, Wellness-Markt und dem Training mit älteren Menschen ausgebaut.